Philipp Hamann / Wosein


„Wosein“ ist eine interaktive Arbeit, die mit der Präsentationssoftware PREZI erstellt wurde. Die Arbeit besteht aus 8 „Netze“ in denen fragmentarische Erlebnisse, Beobachtungen und Bildelemente scheinbar willkürlich in einer Netzstruktur zusammengefasst sind. Die einzelnen Fragmente werden durch Überblendungsstreifen aus alten Super8 Filmen miteinander verbunden. Der Betrachter kann mithilfe eines Trackpads innerhalb dieser Netze navigieren und einzelne Bereiche heranzoomen.

In dieser Arbeit kommt Philipp Hamanns künstlerische Herangehensweise der Spurensuche und bildnerischen Rekonstruktion von Vergangenem deutlich zum Ausdruck. Er recherchiert, sammelt, ordnet und spekuliert, wobei sich die vorgefundenen alltäglichen Geschichten mit persönlichen Erinnerungsspuren und fiktiven Elementen verflechten. In der Aufarbeitung gibt es keine Hierarchie. Alles ist gleichwertig und steht mit Allem in Verbindung. Historisches steht neben Alltäglichem, Privates neben Offiziellem.  Ziel dieser Aufarbeitung ist es Vergangenes in eine greifbare Form zu bringen. Hamanns bedient sich hierzu gleichermaßen erzählerischer, poetischer, bildnerischer, filmischer und dokumentarischer Mittel. Der Drang zum Gesamtkunstwerk des in Bayreuth geborenen Künstlers ist unverkennbar. Die opulente Fülle und Vielschichtigkeit, die einem dargeboten wird, ist jedoch nicht auf Überwältigung hin komponiert, sondern fordert vielmehr auf sich in ihr zu verlieren.

Falko Bürschinger

http://wosein.de

Vita


Geboren in Bayreuth, Deutschland, 1984

Lebt und arbeitet in Köln Kunsthochschule für Medien, Köln, 2006-2011
bei Prof. Dietrich Leder, Prof. Dr. Hans Ulrich Reck und Prof. Matthias Müller
Diplom audiovisuelle Medien – mit Auszeichnung Stipendien/Preise 2016 Pixel, Bytes & Film – ORF III Artist in Residence

2015 Kunststiftung NRW, Projektförderung
2015 SK-Stiftung Kultur, Projektförderung
2015 New Positions, ART COLOGNE Förderkoje
2014 Goethe Institut, Residenzprogramm, Nida, Lithuania
2013 Multimedia Symposium, Chongqing, China
2012 Förderpreis des Landes NRW für junge Künstler
2012 Spiridon Neven DuMont Preis
2010 Cité des Arts, Residency, Paris, France Sammlungen Zweimal über Mich, 2008 – Stadtarchiv Köln Ausstellungen (Auswahl) 2016 www.wosein.de, Internetarbeit
2016 Ins Offene, A.C. Kunsthalle, Köln
2015 ALL-IN IV, Galerie Ampersand, Köln
2015 New Positions, ART COLOGNE, Köln
2015 Bye, bye, Bayreuth, Kunstverein Bayreuth, Bayreuth
2015 Anything Can Happen, Galerie Ampersand, Köln – Einzel 2014 Keep the Dream Alive, Galerie M29, Köln – Einzel
2014 Thomas Mann Festival, Nida Art Colony, Nida
2014 Art Vilnius, Vilnius
2014 Medium: Körper, Kunstverein Koelnberg, Köln
2014 Approaches to Reality, Kunstraum Düsseldorf, Düsseldorf 2013 Play – Video & Performancefestival, Galerie Ampersand, Köln 2013 Storyboards, Galerie M29, Köln
2013 BCC Brussels Cologne Contemporaries, MAD, Brüssel
2012 Schaubilder, Bielefelder Kunstverein, Bielefeld
2012 New talents biennale, Köln
2012 Einige Parallelen, Temporary Gallery, Köln
2011 Anyway Not Me, kjubh Kunstverein, Köln – Einzel
2011 Atelier, Pact Zollverein, Essen
2010 Miga, Collegium Hungaricum, Berlin
2010 München-Köln, Vorschau, Munich
2010 Jour du Nord, Simultanhalle, Köln