CAVE – Labor für neue Wirklichkeiten

CAVE (Curated Artificial Virtual Enviroment) ist ein Kunstraum-Projekt, das ausschließlich Medienkünstlern aus den Bereichen Video und Performance gewidmet ist. Es werden Arbeiten von Künstlern gezeigt, die das Medium Video selbstreferentiell untersuchen oder sich die mit den Themen „Virtual- oder Augmented Reality“ beschäftigen. Es geht hierbei um eine Auseinandersetzung mit der Frage nach konkret erfahrbarer Realität und medial konstruierter Wirklichkeit. Der Titel Cave spielt auf das platonische Höhlengleichnis an, in dem genau diese Frage nach dem Wirklichkeitsanspruch der konkreten Dinge, die sich in der platonischen Höhle nur als Schatten der Außenwelt abzeichnen, gestellt wird. Cave versteht sich als ein Labor für künstlerische Projekte, in dem neue Formen der Wirklichkeitskonstruktion erprobt werden oder in dem das Verhältnis von medialer Inszenierung und Realität untersucht wird.

Dieses Projekt entsteht vor dem Hintergrund, dass unsere Wahrnehmung der Welt immer stärker durch medial aufbereitete Wirklichkeitssurrogate geprägt wird – seien es die Videoscreens, die mittlerweile die öffentlichen Plätze und U-Bahn-Stationen erobern, die Smartphones, mit denen wir uns durch den Alltag navigieren oder die VR-Brillen, die den nächsten Entwicklungsschritt in Richtung einer künstlich entwickelten Realität darstellen. Die totale Immersion des Betrachters, also das Eintauchen in fiktive Wirklichkeiten, die kaum mehr von der Realität zu unterscheiden sind, ist lediglich eine konsequent weiter gedachter Bewusstseinszustand den die Technologiekonzerne bereits anvisieren. Der Projektraum CAVE wird Künstler zu Ausstellungsprojekten einladen, die diese neuen Entwicklung künstlerisch thematisieren und kommentieren.